Patientengerecht informieren

Die Therapietreue bei Patienten zu erhöhen ist eine große Herausforderung für Ärzte und das gesamte Gesundheitswesen. Falsche Einnahme bzw. Anwendung, Unterbrechung oder eigenständiges Beenden von Therapien kann den Behandlungserfolg gefährden. Mit unabsehbaren Folgen für den Patienten. Als ein Grund für die mangelnde Adhärenz gilt fehlendes Verständnis von Patienten dafür wie wichtig Therapietreue für den Therapieerfolg ist. Eine Ursache kann die Überforderung eines Großteils der Patienten in Bezug auf Information sein, die ihnen angeboten wird. Was für manche Patienten eine verständliche und nachvollziehbare Information ist, kann sich für andere wie ein Buch mit sieben Siegeln darstellen. Das können kognitiv eingeschränkte Personen sein oder solche, die große Probleme mit komplexen Texten in deutschen Sprache haben, wie ausländische Mitbürger, Asylbewerber oder Menschen, die einfach sehr schlecht lesen können. Um die Kommunikation so zu gestalten, dass sie der Optimierung der Therapietreue dienlich ist, kann die Aufbereitung in Aufklärungsmaterialien hilfreich sein, die auf die entsprechenden Patientengruppen abgestimmt sind. Ein Angebot in „Leichter Sprache“ eröffnet  die Möglichkeit, die wichtigsten Informationen noch einmal zu Hause durchzulesen. Ob diese Informationen als Broschüre oder elektronisch bereitgestellt werden, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Sie müssen jedoch 2 Kriterien erfüllen: Richtigkeit und Verständlichkeit.